FLUCHT NACH VORN ist ein Verein, der sowohl begleiteten, als auch unbegleiteten Jugendlichen mit Fluchthintergrund aus verschiedenen Ländern durch Freizeitaktivitäten wie Sport, Kunst, Kultur, Musik und Bildung den friedlichen, respektvollen und vorurteilslosen Umgang miteinander vermitteln möchte.

Die Geschichte Ahmeds (Name geändert), eines 12-jährigen Jungen aus Afghanistan, war der Auslöser den Verein „Flucht nach Vorn“ ins Leben zu rufen. Der damals erst Achtjährige floh aufgrund lebensgefährdender Umstände aus seiner Heimat in der er viele schreckliche Dinge sah, viel Leid erlebte und Zeuge von Szenarien wurde, die keinem Menschen zumutbar sind. Seine Flucht dauerte zwei lange Jahre und hat große Wunden in seiner Seele hinterlassen – noch immer machen sich diese viel zu häufig bemerkbar. Ahmed leidet seit einem zarten Alter an Depressionen und posttraumatischen Belastungserscheinungen.

Von seinem Schicksal bewegt beschloss Anahita Tasharofi, damals Ahmeds Dolmetscherin in der Psychotherapie, zu handeln und nach Lösungsmöglichkeiten für eine Verbesserung der Lage junger Menschen mit Fluchthintergrund zu suchen. Gemeinsam mit Sammy Zayed begannen sie gemeinsam im Winter 2012 ein Konzept zu erstellen und mit der Arbeit zu starten. Im Frühjahr 2013 fand die erste Veranstaltung statt.